News vom 18.05.2015

Interne Quellen: Daten aus dem Einkauf und der Beschaffung für die Wettbewerbsanalyse nutzen

Auch die Abteilung Einkauf und Beschaffung kann wichtige Einsichten in die Pläne und Strategien des Wettbewerbs verschaffen. Lesen Sie im 4. Teil unserer Reihe der internen Wettbewerbsanalyse, welche Fakten und Erkenntnisse über die Kollegen aus Einkauf und Logistik möglich sind.

 

Jeder Geld- oder Warenstrom in Unternehmen und auf den Märkten kann eine Informationsquelle für die Wettbewerbsbeobachtung sein. Da die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen eine wichtige Ressource zur Erfüllung ihres Unternehmenszweckes ist, besteht hier ein großes Potential. Die Kollegen aus Einkauf und Logistik können uns im Bereich Competitive Intelligence unterstützen, indem sie folgende Fakten im Blick haben und an uns weitergeben: Welche Anbieter sind strategische Lieferanten des Wettbewerbs? Welche Einkaufsbedingungen erhält unser Wettbewerb? Bei welchen Waren und Dienstleistungen deuten sich Verknappungen an und wie reagiert der Wettbewerb darauf?

Bei Wettbewerbern mit internationalen Standorten kann es sehr spannend sein, die Beziehungen zu regionalen Zulieferern zu analysieren, um letztendlich abzuleiten, was und wie viel in den jeweiligen Standorten produziert wird. Dies kann wiederrum die Basis sein, um über den Ausstoß der Produktion den Druck auf den Markt über das verfügbare Angebot abzuleiten. Spannend sind auch Analysen, welche neuen Lieferanten der Wettbewerb sucht (z.B. in Ausschreibungsdatenbanken). Über neue Kompetenzfelder der Lieferanten kann sich eine Neuentwicklung oder Technologieveränderung des Produktes oder der Produktion beim Wettbewerb andeuten.

Für die Sammlung dieser unternehmensinternen Informationen bietet sich das Wettbewerbsradar an - berechtigte Abteilungen / Mitarbeiter erhalten z.B. über das Intranet die Möglichkeit, Informationen einfach & schnell zu erfassen.